Deutung
Diese Phase verbindet Chiron in Stier mit Lilith in Widder und der Mondknotenachse Skorpion/Stier. Chiron zeigt die Wunde des Haltens, des Wertes und der verkörperten Ruhe: weniger ein Kampf als die tiefe Frage, ob das eigene Sein, der Körper und das Bedürfnis nach Sicherheit wirklich getragen werden dürfen; über die Gegenachse Skorpion beruhigt sich die Wunde, wenn Wert nicht mehr an Besitz, Festhalten oder äußerer Bestätigung hängt, sondern durch tiefe Wahrhaftigkeit von innen getragen wird. Lilith benennt, dass die weibliche Geburtskraft, das Nein, der Zorn und der unmittelbare Impuls nicht ganz sein durften und leicht als zu viel oder gefährlich beschämt wurden; über Waage kehrt ihre Würde zurück, indem Impuls und Begegnung sich gegenseitig achten können; die aufrechte Weiblichkeit braucht weder Angriff noch Rückzug. Der Südknoten in Stier zeigt die alte Spur von Festhalten, Sicherheitsbindung und dem Wunsch, das Gewordene unverändert zu bewahren, während der Nordknoten in Skorpion zur Bewegung von Wandlung, seelischer Wahrheit, Intimität und dem Mut zum Wesentlichen führt. Fraktal entsteht Heilung, wenn die verwundete Wert- und Haltekraft nicht länger durch die beschämte Geburts- und Nein-Kraft verengt wird. Dann öffnet sich ein Feld, in dem die Haltekraft ohne Starre spürbar wird und zugleich die klare Geburtskraft und das Nein würdevoll geachtet werden.
